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Lehre und Studium

Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE)

Die Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO) schreibt in § 27 einen Leistungsnachweis im Querschnittsbereich Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE) vor. Die Lehre in diesem Querschnittsbereich widmet sich einem der in § 1 Abs. 1 ÄApprO genannten zentralen Inhalte der ärztlichen Ausbildung, nämlich der Vermittlung der geistigen, historischen und ethischen Grundlagen ärztlichen Verhaltens. Wie bei allen anderen zentralen Ausbildungsinhalten soll auch die Vermittlung dieser Inhalte auf wissenschaftlicher Grundlage und auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes erfolgen. (zit. aus dem gemeinsamen Grundsatzpapier des Fachverbands Medizingeschichte und der Akademie für Ethik in der Medizin)

Für Studierende des 1. klin./5. Semesters Humanmedizin werden eine kurrikulare Vorlesung und ein dazugehöriges Seminar angeboten.

Die Klausurtermine finden Sie unter Aktuelles.

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(Foto: UKB)

Medizinische Terminologie

Praktikum der Medizinischen Terminologie für Studierende der Humanmedizin im 1. vorklinischen Semester mit und ohne Lateinkenntnisse(n) (Wintersemester) sowie für Studierende der Zahnmedizin im 2. Fachsemester ohne Lateinkenntnisse (Sommersemester).

Die Klausurtermine finden Sie unter Aktuelles.

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(aus: Andreas Vesalius, De humani corporis fabrica, Basel 1543, f. 413)

Wahlfach I (Pflicht)

Hautnah: Krankheit als ästhetische, kulturelle und existentielle Erfahrung (Sommersemester 2018; Prof. Dr. Dr. Mariacarla Gadebusch Bondio / Dr. Felix Sommer, Medizinhistorisches Institut; Prof. Dr. Birgit Münch, Kunsthistorisches Institut; in Kooperation mit der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, vertreten durch Dr. Beatrice Zahn)

Krankheit als existentielle Erfahrung und medizinische Herausforderung: Unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten zu diesem Themenfeld widmet sich das von den Medical Humanities (GTE) gemeinsam mit dem Kunsthistorischen Institut angebotene Blockseminar. Syphilis, Gonorrhö und AIDS gehören zu den sexuell übertragbaren und gleichzeitig immer noch stigmatisierenden Erkrankungen, deren Spuren auf der Haut sichtbar sind. Vor allem gilt dies für die Syphilis, aber auch für AIDS, wenn man beispielsweise an das Kaposi-Sarkom denkt. Die wertvolle und über 100 Jahre alte Moulagensammlung der Bonner Dermatologie ist daher nicht nur von kunst- und medizinhistorischem Interesse, sie wurde als Aufklärungsmittel eingesetzt und dient noch heute als wichtiges Lehr- und Lerninstrument für Medizinstudierende. Ihre ursprüngliche Multifunktionalität ist somit auch in unserer Zeit gegeben. Als Objekte, die die Identität der Betroffenen offenbaren können, sind die künstlerisch anspruchsvoll hergestellten Artefakte eindringliche, realitätsnahe Dokumente, die die "Schmerzwahrnehmung" bei den Betrachtenden befördern, das Auge schulen und zum Vergleich mit anderen Bildformen auffordern. Studierende der Medizin und der Kunstgeschichte werden gemeinsam ihr Sehen und Begreifen weiterentwickeln, indem sie den Weg vom Objekt zum Subjekt erkunden. Für zukünftige Ärzt*innen und/oder Bildwissenschaftler*innen geht es schließlich darum, ethisch reflektiert, kontextsensibel und kritisch mit Präparaten und „historischen Patient*innen“ umzugehen und gleichzeitig die Wandlungen von Krankheitswahrnehmung und -begriffen zu realisieren. Im Anschluss an die Blockveranstaltung ist eine Ausstellung der Forschungsergebnisse geplant, die die beiden Institutionen gemeinsam mit der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie präsentieren werden.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie auf BASIS.

Fremdsprachen für Studierende der Medizin

Französisch (durchgeführt vom Institut Français der Universität Bonn)

Spanisch

Bioethik

Die Vorlesung Bioethik wird als obligatorische Lehrveranstaltung für das 4. Semester des Studiengangs Molekulare Biomedizin in jedem Sommersemester im Hörsaal des Medizinhistorischen Instituts durchgeführt. Lernziele: Problembereiche und Methoden der angewandten Ethik; Darstellung und Diskussion ausgewählter Themen der Bioethik, die sich aus der Anwendung der im Studium vermittelten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse und Techniken ergeben; sachgemäße und differenzierte Erörterung der in der Vorlesung behandelten moralischen Fragestellungen und Probleme.

Die Klausurtermine finden Sie unter Aktuelles.

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(Foto: UKB)

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