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Lehre und Studium

 

Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE)

Die Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO) schreibt in § 27 einen Leistungsnachweis im Querschnittsbereich Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE) vor. Die Lehre in diesem Querschnittsbereich widmet sich einem der in § 1 Abs. 1 ÄApprO genannten zentralen Inhalte der ärztlichen Ausbildung, nämlich der Vermittlung der geistigen, historischen und ethischen Grundlagen ärztlichen Verhaltens. Wie bei allen anderen zentralen Ausbildungsinhalten soll auch die Vermittlung dieser Inhalte auf wissenschaftlicher Grundlage und auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes erfolgen. (zit. aus dem gemeinsamen Grundsatzpapier des Fachverbands Medizingeschichte und der Akademie für Ethik in der Medizin)

Für Studierende des 1. klin./5. Semesters Humanmedizin werden eine kurrikulare Vorlesung und ein dazugehöriges Seminar angeboten.

Informationen zum Wintersemester 2017/18 finden Sie auf BASIS.

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(Foto: UKB)

Medizinische Terminologie

Praktikum der Medizinischen Terminologie für Studierende der Humanmedizin im 1. vorklinischen Semester mit und ohne Lateinkenntnisse(n) (Wintersemester) sowie für Studierende der Zahnmedizin im 2. Fachsemester ohne Lateinkenntnisse (Sommersemester).

Informationen zum Wintersemester 2017/18 finden Sie auf BASIS.

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(aus: Andreas Vesalius, De humani corporis fabrica, Basel 1543, f. 413)

Wahlfach I (Pflicht)

Vom Sterben als Teil des Lebens - Medizinethische und kulturelle Dimensionen (Wintersemester 2017/18; Prof. Dr. Mariacarla Gadebusch Bondio / Dr. Christian Kaiser)

Der Tod wird in der Medizin oft mit einer Niederlage verbunden. Allerdings stirbt die Mehrheit der Menschen in den urbanen Gebieten der industrialisierten Länder im Krankenhaus. Die Realität zeigt, dass für Ärztinnen und Ärzte, für die terminale Patienten die Ausnahme sind, schon allein die Therapiezieländerung mit dem Gefühl eines medizinischen Versagens verknüpft ist. Das ärztliche Selbstbild ist eng mit der Vorstellung verbunden, Menschen zu helfen und zu Gesundheit, Leben, ja zum guten Leben beizutragen. Auch in der gegenwärtigen Philosophie besinnt man sich zunehmend auf traditionelle Konzepte einer gelungenen Lebensführung, die das Sterben und den Tod mit einschließt. Hier geht es um eine umfassende 'Lebenskunst', die sich des Endes stets bewusst ist, sei es als 'meditatio mortis' im Rahmen einer metaphysisch fundierten Weltanschauung, sei es als rein säkular motivierte Entlarvung der Furcht vor dem Tod als unbegründete Ursache für psychische Beunruhigung und seelisches Leid, das die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Die sich aus solchen Überlegungen entwickelnden Strategien zur souveränen, individuellen Bewältigung des unausweichlichen Faktums 'Tod' prägen die aktuelle Debatte über die Selbstbestimmung über Gesundheit, Krankheit und Sterben in höchstem Maße. Bei der Unverfügbarkeit des Todes legen immer mehr Menschen Wert darauf, Vorkehrungen zu treffen, um den eigenen Willen zu dokumentieren. Denn die Vorstellung, in Situationen zu geraten, in denen Verletzbarkeit und Angewiesenheit die eigene Autonomie einschränken, beunruhigt. Die Patientenverfügung ist ein inzwischen verbreitetes Instrument, mit dem der eigene Wille schriftlich bekundet wird. Dieses Wahlpflichtseminar widmet sich dem Sterben als Teil des Lebens, als individuelle und medizinische Herausforderung. Aus den Perspektiven der Hochleistungsmedizin und der Palliativmedizin, der Medizinethik und der Philosophie, aber auch der kulturellen Ausdrucksformen (Kunst, Literatur, Film) wird der höchst aktuelle Themenkomplex in seiner existentiellen Tragweite analysiert und diskutiert.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie auf BASIS.

 

Fremdsprachen für Studierende der Medizin

Französisch (durchgeführt vom Institut Français der Universität Bonn)

Spanisch

 

Bioethik

Die Vorlesung Bioethik wird als obligatorische Lehrveranstaltung für das 4. Semester des Studiengangs Molekulare Biomedizin in jedem Sommersemester im Hörsaal des Medizinhistorischen Instituts durchgeführt. Lernziele: Problembereiche und Methoden der angewandten Ethik; Darstellung und Diskussion ausgewählter Themen der Bioethik, die sich aus der Anwendung der im Studium vermittelten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse und Techniken ergeben; sachgemäße und differenzierte Erörterung der in der Vorlesung behandelten moralischen Fragestellungen und Probleme.

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(Foto: UKB)

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